Die Breitbandinitiative Icking wurde im Herbst 2013 von Dr. Georg Linsinger gegründet. Es selbst treibt das Thema Breitband schon seit Jahren voran, noch im Jahr 2011 stimmte der Gemeinderat Icking gegen eine Teilnahme am ersten Förderprogramm; eine Studie des Landkreises hatte gezeigt, dass die Gemeinde mittlere bis gute DSL Bandbreite hat.

Die Gemeinderäte entschieden, den Ausbau den Versorgern zu überlassen. Seither haben die Versorger leider nicht ausgebaut. Andere Gemeinden beantragten und erhieten eine Förderung: Dietramszell, Egling, Gaißach, Greiling, Münsing, Berg, Starnberg, Straßlach-Dingharting, um eineige zu nennen. Doch auch diese Gemeinden sind aktuell nach wie vor mit dem Ausbau beschäftigt. Da sie eben nur eine technische Zwischenlösung realisiert haben.

Ende 2012 beschloss der Gemeinderat Icking, am zweiten Förderprogramm des Freistaates Bayern teilzunehmen. Jedoch erwies sich der Prozess der Förderung als bürokratisches Moster: Berater von PWC waren im Auftrag des Freistaates unterwegs, für das Programm zu werben, die Gemeinden waren mit ihren Kapazitäten überfordert, es gab lange keine Förderbescheide. Und: Der Ausbau der Gemeinden war unzureichend, es wurden nur bestimmte Gebiete ausgebaut, meist entlang der alten Kuferstrecken der Deutschen Telekom, die die Deutsche Post vor Jahrzehnten gebaut hat.

Das war die Initialzündung für die Breitbandinitiative: Der Schrei nach Alternativen, um in dieser Thematik langfristige Lösungen aufzuzeigen. Und hier sind wir weit gekommen. Die Gemeinde hat in ihrer letzten Gemeinderatssitzung einen Eigenbetrieb gegründet, der als rechtliches Vehikel für den Aufbau eines Netzwerkes zu fungieren.